Hiob 6
Unter jedem Vers steht der hebräische Grundtext Wort für Wort, von rechts nach links: jeder Vorsatz, Stamm und jede Endung mit Umschrift, englischer Bedeutung, erweiterter Strong-Nummer und Morphologie-Code. Grundtext: TAHOT von STEPBible (CC BY 4.0)
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- 1Da antwortete Hiob und sprach:
- 2O daß man meinen Unmut wiegen könnte, und mein Unglück auf die andere Waagschale legte!
- 3Denn nun ist es schwerer als der Sand der Meere; darum sind meine Worte so ungestüm.
- 4Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, mein Geist trinkt ihr Gift; die Schrecken Gottes bestürmen mich.
- 5Schreit auch ein Wildesel auf der Grasweide, oder brüllt ein Stier, wenn er Futter hat?
- 6Läßt sich etwa Fades ohne Salz essen? Oder findet man am Eiweiß irgendwelchen Geschmack?
- 7Was meine Seele zu berühren verschmähte, das ist jetzt mein tägliches Brot, mir zum Ekel!
- 8O daß doch meine Bitte in Erfüllung ginge, und Gott mein Verlangen gewährte:
- 9daß doch Gott sich entschlösse, mich zu zermalmen, seine Hand ausstreckte, um mich abzuschneiden!
- 10So bliebe mir noch der Trost — und ich frohlockte darüber im schonungslosen Schmerz —, daß ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe!
- וּ֥תְהִי
- ע֨וֹד׀
- ע֨וֹדodstillH5750
- נֶ֘חָ֤מָתִ֗י
- וַאֲסַלְּדָ֣ה
- בְ֭חִילָה
- לֹ֣א
- לֹ֣אlo'[which] notH3808
- יַחְמ֑וֹל
- יַחְמ֑וֹלyach.Molit relentsH2550
- כִּי־
- כִּיki-thatH3588A
- לֹ֥א
- לֹ֥אlo'notH3808
- כִ֝חַ֗דְתִּי
- כִ֝חַ֗דְתִּיkhi.Chad.tiI have hiddenH3582
- אִמְרֵ֥י
- אִמְרֵ֥י'im.Rei[the] words ofH0561
- קָדֽוֹשׁ׃
- קָדֽוֹשׁka.Do.osh[the] holy [one]H6918G
- 11Wie groß ist denn meine Kraft, daß ich noch ausharren, und wann kommt mein Ende, daß meine Seele sich gedulden soll?
- 12Ist mir denn die Kraft der Steine gegeben? Ist mein Fleisch denn aus Erz?
- 13Bin ich denn nicht hilflos und jeder Stütze beraubt?
- 14Dem Verzagten gebürt Mitleid von seinem Freund, sonst wird er die Furcht des Allmächtigen verlassen.
- 15Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, die vergehen,
- 16die trübe werden vom Eis, wenn der Schnee sich darin birgt,
- 17die aber versiegen zur Zeit der Sommerhitze und von ihrem Ort verschwinden, wenn es heiß wird.
- 18Es winden sich die Pfade ihres Laufs; sie ziehen hinauf in die Öde und verlieren sich.
- 19die Karawanen Temas halten Ausschau, die Reisegesellschaften von Saba hoffen auf sie.
- 20Aber sie werden in ihrer Hoffnung betrogen; sie kommen dorthin und werden enttäuscht.
- 21So seid auch ihr jetzt ein Nichts geworden; ihr seht Schreckliches und fürchtet euch davor!
- 22Habe ich etwa gesagt: »Gebt mir etwas!« oder »Macht mir ein Geschenk von eurem Vermögen!«
- 23oder »Rettet mich aus der Hand des Bedrängers und erlöst mich aus der Hand des Tyrannen!«?
- 24Belehrt mich doch, und ich will schweigen, weist mir nach, worin ich geirrt habe!
- 25Wie eindringlich sind Worte der Wahrheit! Aber was bringen eure Zurechtweisungen schon zurecht?
- 26Gedenkt ihr Worte zu bekritteln und haltet die Reden eines Verzweifelten für Wind?
- 27Ja, ihr würdet selbst über eine Waise das Los werfen und euren Freund verschachern!
- 28Und nun tut mir den Gefallen und schaut mich an; ich werde euch doch wahrhaftig nicht ins Angesicht belügen!
- 29Kehrt doch um, tut nicht Unrecht! Ja, kehrt um! Noch bin ich hier im Recht!
- 30Ist denn Unrecht auf meiner Zunge, oder unterscheidet mein Gaumen nicht, was verderblich ist?
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