Psalmen 57
In diesem Buch sind die Wörter noch nicht mit dem hebräischen Text verbunden. Die Studienansicht zeigt ihn Wort für Wort.
- 1Dem Vorsänger. »Verdirb nicht.« Von David, ein Miktam, als er vor Saul in die Höhle floh.
- 2Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig! Denn bei dir birgt sich meine Seele, und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel, bis das Verderben vorübergezogen ist.
- 3Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache hinausführt.
- 4Er wird mir vom Himmel Rettung senden, wird den zum Hohn machen, der gegen mich wütet. (Sela.) Gott wird seine Gnade und Wahrheit senden.
- 5Meine Seele ist mitten unter Löwen, ich liege zwischen Feuerbränden, wohne unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile und deren Zungen scharfe Schwerter sind.
- 6Erhebe dich über die Himmel, o Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!
- 7Sie haben meinen Füßen ein Netz gestellt, meine Seele niedergebeugt; sie haben eine Grube gegraben vor mir— und sie sind selbst hineingefallen! (Sela.)
- 8Mein Herz ist getrost, o Gott, mein Herz ist getrost, ich will singen und spielen.
- 9Wach auf, meine Seele, Harfe und Laute, wacht auf! Ich will die Morgenröte wecken.
- 10Herr, ich will dich preisen unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Nationen!
- 11Denn groß bis zum Himmel ist deine Gnade, und deine Treue bis zu den Wolken!
- 12Erhebe dich über die Himmel, o Gott, über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!
Bibeltext der Schlachter Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.